Pressemitteilungen
Nr. 720 vom 17.08.2010TERMINANKÜNDIGUNG
Kunst in der Regierung von Oberbayern -
Sechs Künstlerinnen aus München präsentieren ihre Werke in der Ausstellung
gegenüber 2
REGINE CHOSSY COSY PIÈRO HEIKE PILLEMANN GESA PUELL SARA ROGENHOFER LUISE RAMSAUER
Sechs Künstlerinnen aus München präsentieren Malerei, Zeichnung und Installationen in der Regierung von Oberbayern. Die Regierung von Oberbayern setzt damit ihre langjährige Ausstellungstradition fort. Regierungspräsident Hillenbrand und der Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender Künstler München und Oberbayern e.V., Klaus von Gaffron eröffnen die Ausstellung „gegenüber 2“ am
Mittwoch, 15. September 2010, 15.30 Uhr
im Haupttreppenhaus, 3. Stock, der Regierung von Oberbayern
Maximilianstraße 39, München
Die Künstlerinnen werden bei der Vernissage anwesend sein. Begleitet wird das Programm durch CHOSSYs WunderKammerMusik - Gesang mit Flöten, Klangschalen, Percussion - Stefan Sayto Brenner, Regine Chossy, Shruti Micaela Götz.
gegenüber 2 ist vom 16. September bis 8. Oktober 2010, Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr zu sehen.
Regine Chossy, freischaffende Künstlerin und Dozentin für Porträt- und Aktzeichnen an der Akademie der Bildenden Künste in München, zeigt im ersten Stock die Installation: " Akte im Amt“ Zeichnungen, Skizzenbücher und Stücke aus ihrem Haarmuseum. Cosy Pièros - Schriftbilder, Objekte, Rauminstallation - drücken ihr ganz persönliches Empfinden zur Welt und zu dem „ was uns möglicherweise angeht “ aus. Heike Pillemann formuliert die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Zeichnungen: „Schlecht ist es, wenn der Anfang gut ist. Nichts ist beim Zeichnen hinderlicher, als ein vielversprechender Beginn, der aber alleine noch nicht ausreicht, das Blatt zu Ende zu tragen und dem man dann vor lauter Verliebtheit mit viel zu viel Rücksicht begegnet, um ihn nicht zu zerstören. Eigentlich müsste man es so sagen: Einen schönen Anfang kann man gleich vergessen.“ Gesa Puell zeigt Lithografien, in denen sie die Lavur als solche erforscht. Entstandene Linien und Formen werden aufgeblasen und erneut gedruckt. In ihrer Vergrößerung werden Pinselstriche und Kleckse zu, für sich selbst stehende, Gebilde, die blattfüllend den Raum einnehmen und behaupten. Ähnlich Eindrücken unter einem Mikroskop, taucht eine Welt detaillierter Oberflächen auf, die in ihrer Farbe und Zartheit bizarr, fast unecht artifiziell, den Eindruck vermitteln, nur kurzzeitig zu verweilen, bevor sie sich wieder auflösen und verschwinden. Sara Rogenhofers Bilder entstehen aus der Arbeit mit der Materialität und damit auch der tatsächlichen Räumlichkeit der Farbe, die das Materielle der Oberfläche erfühlen und die Augen anregen, das Bild abzutasten. Die Bilder sind keine Umsetzungen oder Projektionen schon zuvor definierter Ideen: es ist der Versuch einer Malerei, die aus der Farbe die Form entwickelt, aus den Farbschichten- und bahnen Zug um Zug ein Bild ausbaut. Es entsteht ein Dialog zwischen der Schicht für Schicht mit körperlichen Gesten auf die Leinwand aufgetragene Materialität und der Imagination. "Parallel zur Natur" kann die Malerei von Luise Ramsauer beschrieben werden: Eine Art gegenständliche Malerei, die nicht eindeutig festlegbar ist. Farbintensive Metamorphosen, Darstellung von Entstehungsprozessen, Illusionen über das noch nicht Existente. Der malerische Prozess steht im Vordergrund.


