Collage

Startseite
Sitemap
A-Z Stichwortsuche
Kontakt
Impressum
  • Amtliche Bekanntmachungen
  • Aufgaben
  • Behörde
  • Förderungen
  • Formulare / Download
  • Presse
    • Ansprechpartner
    • Archiv
    • Fotos
    • Orden, Auszeichnungen
    • Veranstaltungen, Ausstellungen
  • Oberbayern
  • Organisation
  • Service
  • Biosphärenreservat
  • Gewerbeaufsicht
englisch - english - anglais französisch - francais - french




Seitenpfad:

RegOb Internet > Presse > Archiv > 2010 > PM 664

Pressemitteilungen

Nr. 664 vom 09.08.2010

90 Mittelschulen in Oberbayern startklar
Hillenbrand: „Schneller Start wird zum Mitziehen der anderen Schulen führen“

„Nachdem der Bayerische Landtag die Gesetzesänderungen zur Mittelschule verabschiedet hat, kann Oberbayern bereits zum Beginn des nächsten Schuljahres 2010/11 mit 72 Mittelschulen in 30 Schulverbünden und 18 eigenständigen Mittelschulen starten“, teilt Regierungspräsident Christoph Hillenbrand erfreut mit. Das entspricht rund einem Drittel aller 267 Schulen mit Hauptschulklassen in Oberbayern. Schon mit Beginn des Schuljahres 2010/11 werden dann in 14 oberbayerischen Landkreisen und einer kreisfreien Stadt Schulverbünde, aber auch einzelne Mittelschulen die Arbeit aufnehmen. „Dies hat mit Sicherheit eine Sogwirkung. Ich gehe davon aus, dass in Oberbayern nicht "in den nächsten Jahren" sondern bereits mit Beginn des Schuljahres 2011/12 so gut wie alle Hauptschulen als Mittelschule bzw. in Verbünden organisiert sein werden“, so Hillenbrand. Die Entstehung der Schulverbünde geschieht nicht „von oben“; vielmehr hat die Regierung von Oberbayern in den letzten neun Monaten bei den insgesamt 21 Dialogforen unter der Moderation von Regierungsvizepräsident Ulrich Böger die Einführung von Mittelschulen und Schulverbünden mit allen Beteiligten vor Ort intensiv diskutiert und begleitet. „Die große Zahl der Teilnehmer und deren vielfältige Fragen haben gezeigt, wie wertvoll das gemeinsame Gespräch vor Ort war. So konnten vielerorts ganz spezielle Probleme erörtert und Anstöße zu praktikablen Lösungen, die von allen getragen werden können, gegeben werden“, betont Regierungsvizepräsident Ulrich Böger. „In der Landeshauptstadt München und im Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm sind die Dialogforen im Schuljahr 2011/2012 vorgesehen. Für den Landkreis Ebersberg ist das Dialogforum bereits für den 25. November 2010 terminiert. Damit können in ganz Oberbayern flächendeckend Mittelschulen gebildet werden.“

Ziel der Dialogforen war es nicht „von oben Vorgaben zu geben“, sondern im Rahmen einer offenen Diskussion vor Ort, Vorschläge für eine qualitätsvolle und wohnortnahe Schulstruktur bei der Weiterentwicklung der Hauptschulen für die Schüler zu erarbeiten, die die Erfahrungen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort berücksichtigen. Qualität geht dabei vor Schnelligkeit. Deshalb ist es durchaus auch im Sinne der Reform, wenn Mittelschulen erst im übernächsten Schuljahr starten.

Mit einer flächendeckenden Weiterentwicklung von möglichst vielen Hauptschulen zur Mittelschule können wir die Bildungschancen gerade im Ländlichen Raum entscheidend voranbringen. Das breite Bildungsangebot der Mittelschule, die intensive Förderung, die enge Kooperation mit den Berufsschulen sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Betrieben vor Ort werden die Chancen der jungen Leute auf dem Ausbildungsstellenmarkt erhöhen. Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen - für Oberbayern etwa wird man in den nächsten 15 Jahren mit einem Rückgang der Schülerzahlen von 20 bis 25 Prozent rechnen müssen - soll die individuelle Förderung gestärkt und zugleich so viele Hauptschulstandorte wie möglich erhalten werden. Ein wohnortnahes weiterführendes Schulangebot ist ein Stück Standortqualität gerade im ländlichen Raum und ein wichtiger Beitrag für gleichwertige Lebensbedingungen.

„Mittelschule“ wird sich in Zukunft eine Hauptschule dann nennen können, wenn sie ihren Schülern drei berufsorientierende Zweige – Technik, Wirtschaft, Soziales -, ein Ganztagesangebot und einen mittleren Bildungsabschluss auf dem Niveau von Wirtschafts- und Realschulen anbieten kann. Um allen Hauptschulen diese Voraussetzungen zu verschaffen, müssen „Schulverbünde“ geschaffen werden. Dies sind feste Kooperationsformen von zwei oder mehr selbständig bleibenden Hauptschulen, die zwischen den beteiligten Schulen und Schulaufwandsträgern freiwillig vereinbart werden.

Ende April hat das Kabinett die rechtliche Verankerung der Mittelschule und der Schulverbünde auf den Weg gebracht, inzwischen hat der Landtag das neue Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen –BayEUG- und die darin enthaltenen Änderungen zur Mittelschule behandelt und das Gesetz verabschiedet, das zum 01.08.2010 in Kraft tritt. Danach starten zum nächsten Schuljahr 2010/2011 in Ingolstadt und den nachfolgenden oberbayerischen Landkreisen Mittelschulen und Schulverbünde: Altötting, Berchtesgadener Land, Dachau, Eichstätt, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Miesbach, Mühldorf a.Inn, München, Neuburg-Schrobenhausen, Rosenheim, Starnberg, Traunstein und Weilheim-Schongau.





Pressesprecher:

Heinrich Schuster

Dienstgebäude:

Maximilianstraße 39
80538 München
U4/U5 Haltestelle Lehel

Telefon:

089 2176-2841
089 2176-0

Telefax:

089 2176-2898

E-mail:

presse@reg-ob.bayern.de

Fusszeile:

Startseite | Seitenanfang | eine Seite zurück